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Titel: Edward Lee u. James White – Der Teratologe
Genre: Horror
Sprache/n: Deutsch
Hoster: Share-online.biz, Oboom.com, Rapidgator.net
Größe: 12,41 MB
Parts: 1
Passwort: – wird nicht benötigt –
Format: AZW3,EPUB,MOBI,PDF

Der Teratologe
Ein obszöner Thriller – Extrem Band 3

Der Journalist James Bryant will eine Reportage über den exzentrischen Milliardär John Farrington schreiben. Der alkoholabhängige Fotograf Richard Westmore begleitet ihn, in der Hoffnung als erster ein Foto von Farrington zu machen. Philip Michaels, der Privatsekretär des Milliardärs holt die beiden Reporter ab und bringt sie zu dem pompösen Anwesen seines Arbeitgebers. Noch ahnen die beiden Männer nicht im Geringsten welchen Zweck sie in dem perversen Spiel Farringtons erfülllen werden. Denn Farrington ist absolut wahnsinnig und von der bizarren Idee besessen Gott persönlich herauszufordern und zu zwingen sich ihm zu offenbaren. Um dieses Ziel zu erreichen hat er Unsummen in die Entwicklung eines Medikamentes gesteckt, das das Sexualzentrum im Gehirn stimuliert und selbst den frommsten und keuschesten Menschen zu einem triebgesteuerten Vergewaltiger macht. So lässt er Geistliche und Heilige aller Weltreligionen entführen, um sie mit missgebildeten Menschen kopulieren zu lassen, um so Gott selbst herauszufordern. James Bryant und Richard Westmore sollen eine Schlüsselrolle in diesem perversen Reigen spielen. Doch dann macht Westmore eine wahrhaft erleuchtende Bekanntschaft …
Meinung:
Die Reihe FESTA EXTREM soll alles bisher Dagewesene in den Schatten stellen und sämtliche Tabus brechen. Band 1 passt wunderbar in das Konzept hinein und ist wirklich extrem. Band 2 ist unterhaltsam und stellenweise auch sehr brutal, aber gewiss nicht härter als herkömmliche Horror-Romane. Der Name Edward Lee auf dem Cover des dritte Bandes ließ die Erwartungen wieder steigen, doch mit dem Ergebnis hat wohl keiner gerechnet. Unter dem wenig aussagekräftigen Titel „Der Teratologe“ (Teratologie = Die Lehre der Ursache von Fehlbildungen durch Umweltfaktoren; abgeleitet vom altgriechischen Wort „téras“ =Monster) schrieb Lee gemeinsam mit seinem Schriftstellerkollegen Wrath James White einen Horror-Roman, der an Perversionen und Abartigkeiten wohl unübertroffen ist. Auffallend ist dabei, dass es auch im dritten EXTREM-Beitrag um die Verbindung von Gewalt und Sex geht. Wer die Romane von Edward Lee kennt, der weiß aber auch, dass seine Exzesse selten dem Selbstzweck dienen und ihnen immer eine wohldurchdachte Handlung zugrunde liegt. In diesem Fall jedoch verblasst die Story angesichts der menschenunwürdigen Abartigkeiten, die Lee und Wrath hier zu Papier gebracht haben. Farrington als exzentrischer Milliardär mit der Obsession Gott selbst herauszufordern bleibt in seiner Perversion oberflächlich, blass und so bösartig wie der Schurke in einem Trivialroman. Philip Michaels sein willfähriger Handlanger, ist austauschbar und ersetzbar. Der Journalist James Bryant, ein dunkelhäutiger 2-Meter-Hüne, ist offensichtlich nach dem Vorbild des Autors Wrath James White geformt. Aufgewertet wird die Geschichte durch die Figur des trunksüchtigen Fotografen Richard Westmore, der in bewährter Anti-Helden-Manier von einem Engel, der aussieht wie Bob Dylan, dazu auserwählt wird, die Laster-Hölle Farringtons dem Erdboden gleichzumachen. Wem das zu abgehoben oder zu theologisch ist, der darf natürlich gerne annehmen, dass es sich dabei um eine Halluzination durch Alkoholmissbrauch handelt. Eine Affinität zu Filmen wie „Dogma“ ist für die Lektüre aber dennoch hilfreich. Schlussendlich liegt der Fokus der knapp 140seitigen Story eindeutig auf den abartigen, orgiastischen Kopulationen menschlicher Missbildungen mit keuschen Vertretern aller Weltreligionen. Medizinisch korrekt, flüssig und minimalistisch geschrieben ist der Roman in kürzester Zeit ausgelesen. Doch der Leser sollte sich bewusst sein, dass er damit eine Tür durchschreitet, die vielleicht besser geschlossen bleiben sollte. Für alle die nach der Lektüre von „Bighead“ oder „Das Schwein“ dachten, dass es nicht schlimmer kommen kann, tritt „Der Teratologe“ den Gegenbeweis an.

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